Zwei Kosten, die oft verwechselt werden
Wer ein Elektroauto anmeldet, zahlt mit der Haftpflichtversicherung zwei Dinge: die Prämie der Versicherung und die motorbezogene Versicherungssteuer, die der Versicherer für den Staat einhebt. Bis März 2025 waren reine Elektroautos von dieser Steuer befreit. Seit 1. April 2025 gilt sie auch für sie, für neue und für bereits angemeldete Fahrzeuge. Viele Rechnungen, die man im Internet findet, stammen noch aus der Zeit davor.
So wird die Steuer beim E-Auto berechnet
Grundlage sind zwei Werte aus dem Zulassungsschein: die Dauerleistung des Elektromotors (nicht die Höchstleistung, die in Prospekten steht) und das Eigengewicht. Die WKO beschreibt die Berechnung so:
- Leistungsteil: Von der Dauerleistung werden 45 kW abgezogen, mindestens bleiben 10 kW. Die ersten 35 kW kosten 0,25 Euro je kW, die nächsten 25 kW 0,35 Euro, alles darüber 0,45 Euro.
- Gewichtsteil: Vom Eigengewicht werden 900 kg abgezogen, mindestens bleiben 200 kg. Die ersten 500 kg kosten 0,015 Euro je kg, die nächsten 700 kg 0,03 Euro, alles darüber 0,045 Euro.
Beide Teile zusammen ergeben den Monatsbetrag. Das Beispiel der WKO: Ein E-Auto mit 100 kW Dauerleistung und 2.000 kg Eigengewicht zahlt 15,75 Euro für die Leistung und 25,50 Euro für das Gewicht, zusammen 41,25 Euro im Monat oder 495 Euro im Jahr.
Warum die Dauerleistung entscheidet
Die Dauerleistung eines Elektromotors ist meist deutlich niedriger als die Leistung, mit der ein Auto beworben wird. Deshalb zahlt ein kräftig motorisiertes Elektroauto oft weniger Steuer, als man aus den PS schließen würde. Die genaue Zahl für Ihr Wunschauto steht im Zulassungsschein beziehungsweise in den Typendaten. Fragen Sie uns vor dem Kauf danach, wir lesen sie Ihnen aus den Unterlagen heraus. Eine Schätzung aus dem Prospekt geben wir bewusst nicht ab.
Ein zweites Rechenbeispiel
Ein kleineres Elektroauto mit 70 kW Dauerleistung und 1.500 kg Eigengewicht käme nach dieser Formel auf 6,25 Euro für die Leistung (25 kW zu 0,25 Euro) und 10,50 Euro für das Gewicht (500 kg zu 0,015 Euro und 100 kg zu 0,03 Euro), zusammen 16,75 Euro im Monat oder 201 Euro im Jahr. Die Zahlen sind ein Beispiel für die Rechenweise, nicht die Werte eines bestimmten Modells. Leichte Elektroautos mit wenig Dauerleistung zahlen also deutlich weniger als große.
Und Plug-in-Hybride?
Plug-in-Hybride waren nie befreit. Laut WKO bleibt ihre Berechnungsmethode erhalten, der Abzugsbetrag wird aber angepasst, damit sie ungefähr gleich behandelt werden wie reine Elektroautos. Für Plug-in-Modelle wie den TUCSON Plug-in oder den Tiggo 7 PHEV gilt deshalb: Den genauen Betrag nennt Ihnen die Versicherung beim Angebot.
Die Versicherungsprämie vergleichen
Die Prämie selbst hängt vom Versicherer, Ihrem Bonus-Malus-Stand, Ihrem Wohnort, dem Fahrzeugwert und der gewählten Deckung ab. Geben Sie bei Vergleichsrechnern und Angeboten die Dauerleistung und das Eigengewicht aus dem Zulassungsschein an, nicht die Leistung aus dem Prospekt, sonst stimmt das Ergebnis nicht. Holen Sie mehrere echte Angebote ein.
- Haftpflicht ist Pflicht, Teilkasko und Vollkasko sind freiwillig.
- Fragen Sie, ob der Akku und das Ladekabel mitversichert sind.
- Nehmen Sie Ihre Bonus-Malus-Stufe vom bisherigen Auto mit.
Was wir dazu beitragen
Wir nennen Ihnen vor dem Kauf die Daten aus dem Zulassungsschein Ihres Wunschautos, damit Sie bei der Versicherung ein genaues Angebot bekommen. Rufen Sie uns unter 02162 62188 an oder schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Probefahren können Sie IONIQ 3, INSTER, KONA Elektro und IONIQ 5 bei uns in der Altstadt 68 in Bruck an der Leitha.
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