Zwei Hybride, ein Unterschied: der Stecker
Den Chery Tiggo 7 gibt es als Vollhybrid (HEV) und als Plug-in-Hybrid (PHEV). Der Vollhybrid lädt seine kleine Batterie nur beim Fahren und Bremsen und hilft dem Benziner beim Anfahren und im Stadtverkehr. Der Plug-in-Hybrid hat eine deutlich größere Batterie, die Sie an der Steckdose oder Ladestation laden, und kann damit längere Strecken rein elektrisch fahren.
Die Frage ist also nicht, welcher Antrieb besser ist, sondern ob Sie laden können und wie Ihre Wege aussehen.
Die Zahlen nach WLTP
- Tiggo 7 PHEV: Systemleistung 205 kW (279 PS), Batterie 18,4 kWh, elektrische Reichweite 90 km nach WLTP, gewichteter Verbrauch 2,4 l/100 km plus 15,1 kWh/100 km, CO₂ 54 g/km. Gesamtreichweite laut Chery bis rund 1.200 km.
- Tiggo 7 HEV: Systemleistung 165 kW (224 PS), Verbrauch 5,7 l/100 km, CO₂ 129 g/km.
Wichtig beim Lesen: Der gewichtete Verbrauch von 2,4 Litern unterstellt, dass die Batterie regelmäßig geladen wird. Fahren Sie mit leerer Batterie, braucht ein Plug-in-Hybrid Benzin wie ein Vollhybrid, trägt aber das Gewicht der größeren Batterie mit. Auch elektroquatsch.de schreibt, ein Plug-in-Hybrid könne im Alltag sehr effizient sein, wenn er konsequent geladen wird, ohne regelmäßiges Laden werde er dagegen schnell zum schweren Verbrenner. Und die 90 km sind ein Normwert; im Winter, bei Autobahntempo und mit Heizung fährt jedes Elektroauto weniger weit.
Rechenbeispiel: Pendeln von Bruck an der Leitha nach Wien
Vom Stephansplatz bis zu uns in die Altstadt 68 sind es über die A4 rund 42 km. Wer täglich von Bruck nach Wien und zurück pendelt, fährt also gut 85 km am Tag. Das liegt knapp unter dem WLTP-Wert, aber im Alltag mit Autobahntempo werden Sie nicht die ganze Strecke elektrisch schaffen, besonders im Winter. Realistisch fährt ein Großteil elektrisch, der Rest mit Benzin, und wer im Büro laden kann, fährt beide Wege überwiegend elektrisch.
Für kürzere Wege sieht es noch besser aus: Nach Parndorf sind es rund 8 km, nach Neusiedl am See rund 14 km, nach Hainburg rund 22 km. Diese Fahrten erledigt der Tiggo 7 PHEV im Alltag in der Regel elektrisch, solange Sie über Nacht laden.
Wann sich der Plug-in-Hybrid lohnt
- Sie haben daheim oder in der Arbeit eine Steckdose oder Wallbox.
- Ihre täglichen Wege liegen überwiegend unter der elektrischen Reichweite.
- Sie fahren daneben auch lange Strecken, für die Sie kein Laden einplanen wollen.
Wann eher der Vollhybrid passt: wenn Sie keine Lademöglichkeit haben, viel Autobahn fahren oder nur selten unterwegs sind. Dann zahlen Sie beim Plug-in für eine Batterie, die Sie nicht nutzen. Der Tiggo 7 HEV beginnt laut Chery-Preisliste bei € 28.990, der PHEV bei € 34.990 (Listenpreise).
Laden daheim: was Sie brauchen
Mit 18,4 kWh ist die Batterie des Tiggo 7 PHEV klein genug, um sie über Nacht an einer Wallbox oder einer geeigneten Steckdose zu laden. Lassen Sie vor dem ersten Laden an der Haushaltssteckdose von einem Elektriker prüfen, ob Leitung und Absicherung für eine Dauerlast über mehrere Stunden ausgelegt sind. Eine Wallbox ist sicherer und schneller. Ob es dafür gerade eine Förderung gibt, steht im Ratgeber Förderung und Aktionen.
Laden ohne eigene Wallbox
Wer keine eigene Lademöglichkeit hat, kann öffentlich laden, zahlt dort aber meist mehr als daheim. Was das kostet und wie Sie Ladepunkte samt Preis finden, steht im Ratgeber Laden ohne eigene Wallbox.
Probefahren mit beiden Antrieben
Den Unterschied merkt man am besten selbst. Fahren Sie bei uns in Bruck an der Leitha beide Varianten hintereinander und nehmen Sie Ihre gewohnte Strecke. Probefahrt vereinbaren oder anrufen unter 02162 62188.

