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Ratgeber

Elektroauto im Winter: Reichweite, Heizen und Laden bei Kälte

Wie stark die Reichweite eines Elektroautos im Winter sinkt, warum das so ist und wie Vorheizen, Wärmepumpe und Batterievorkonditionierung helfen, mit Beispielen von IONIQ und KONA Elektro.

Kurz gesagt

Rund um den Gefrierpunkt sinkt die Reichweite eines Elektroautos laut ÖAMTC im Schnitt um 15 bis 20 Prozent, vor allem weil Innenraum und Akku geheizt werden. Vorheizen an der Wallbox, Sitz- und Lenkradheizung und eine vorgewärmte Batterie vor dem Schnellladen machen den Unterschied.

Stand: 26. Oktober 2026 · Autohaus Oppitzhauser, Altstadt 68, 2460 Bruck an der Leitha

Warum die Reichweite im Winter sinkt

Ein Verbrennungsmotor erzeugt Abwärme, mit der das Auto geheizt wird. Ein Elektromotor arbeitet so effizient, dass kaum Wärme übrig bleibt. Die Heizung braucht deshalb eigene Energie aus dem Akku. Dazu kommt, dass auch der Akku selbst bei Kälte gewärmt werden muss, damit er gut arbeitet.

Der ÖAMTC hat aus eigenen Tests und denen seiner Partnerclubs einen Mittelwert ermittelt: Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sinkt die Reichweite im Durchschnitt um 15 bis 20 Prozent. Hauptverantwortlich ist das Heizen des Innenraums, danach das Heizen des Akkus. Auf langen Fahrten fällt der Mehrverbrauch relativ geringer aus, weil das Aufheizen vor allem am Anfang anfällt. Kurzstrecken im Frost sind dagegen am teuersten.

Was das in Kilometern bedeutet

Ein einfaches Rechenbeispiel mit den WLTP-Angaben aus unserem Programm, ohne Gewähr für den Einzelfall:

  • KONA Elektro mit bis zu 510 km nach WLTP: minus 15 bis 20 Prozent ergibt rechnerisch rund 410 bis 430 km.
  • IONIQ 5 mit bis zu 570 km nach WLTP: rechnerisch rund 455 bis 485 km.
  • INSTER mit bis zu 370 km nach WLTP: rechnerisch rund 295 bis 315 km.

Die WLTP-Werte sind Laborwerte. Tempo, Beladung, Reifen und Fahrweise wirken zusätzlich. Für den Weg von Bruck an der Leitha nach Wien und zurück, rund 90 km, reicht jedes dieser Autos auch im Winter mehrfach.

Fünf Gewohnheiten, die im Winter Reichweite sparen

  • Vorheizen an der Wallbox. Lassen Sie das Auto heizen, solange es noch am Kabel hängt. Dann kommt die Wärme aus dem Netz, nicht aus dem Akku. Fast jedes Elektroauto hat dafür eine Standheizung, die sich per App oder Timer starten lässt.
  • Sitz- und Lenkradheizung statt voller Innenraumheizung. Wärme direkt am Körper braucht viel weniger Energie, als die ganze Luft im Auto aufzuheizen.
  • Türen und Fenster nur kurz öffnen. Jeder Luftwechsel kostet Heizenergie.
  • In der Garage parken, wenn es eine gibt. Je kleiner der Temperaturunterschied, desto weniger muss geheizt werden.
  • Vor langen Fahrten voll laden. Diese Empfehlung des ÖAMTC gilt im Winter doppelt.

Wärmepumpe: woran Sie sie erkennen

Eine Wärmepumpe holt einen Teil der Heizenergie aus der Umgebungsluft und entlastet damit den Akku. Ob ein Elektroauto eine hat, hängt oft von der Ausstattungslinie ab. Beim neuen IONIQ 3 etwa ist die Wärmepumpe mit Batterieheizung laut Preisliste ab der Linie Trend serienmäßig und in der Linie Select als Option erhältlich. Bei den anderen Modellen steht es in der Ausstattungsliste auf der jeweiligen Modellseite, oder Sie fragen uns.

Wer viel im Winter fährt, vor allem viele kurze Strecken, sollte auf die Wärmepumpe achten. Wer hauptsächlich lange Strecken fährt, merkt den Unterschied weniger.

Schnellladen bei Kälte

Ein kalter Akku nimmt Strom langsamer auf. Die Software drosselt die Ladeleistung, um die Zellen zu schützen. Moderne Elektroautos wärmen den Akku deshalb vor einem Ladestopp vor. Beim IONIQ 5 beginnt das laut Test von electrive automatisch, wenn Sie die Schnellladestation als Ziel ins Navigationssystem eingeben; Ziel ist eine Akkutemperatur von etwa 25 Grad bei der Ankunft.

Daraus folgt eine einfache Regel: Planen Sie Schnellladestopps im Winter über das Navi des Autos, nicht nur über eine App am Handy. Sonst kommt der Akku kalt an der Säule an, und das Laden dauert spürbar länger als die Herstellerangabe.

Was sonst noch zum Winter gehört

Auch ein Elektroauto braucht bei Schnee, Matsch oder Eis Winterreifen. Elektroautos sind meist schwerer als vergleichbare Verbrenner und haben sofort volles Drehmoment, gute Reifen zahlen sich hier besonders aus. Was genau gilt, steht im Ratgeber Winterreifen und Reifenwechsel. Und wer ohne eigene Wallbox lädt, findet Tipps im Ratgeber E-Auto ohne eigene Wallbox.

Elektroautos bei uns probefahren

Am besten erleben Sie das im Winter selbst: Bei einer Probefahrt zeigen wir Ihnen, wo Vorheizen, Sitzheizung und Ladeplanung im jeweiligen Modell eingestellt werden. Unsere Werkstatt in der Altstadt 68 ist auf Hochvolt-Diagnose eingerichtet und kümmert sich auch um den Reifenwechsel.

Probefahrt vereinbaren, einen Werkstatt-Termin anfragen oder anrufen unter 02162 62188.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wie viel Reichweite verliert ein Elektroauto im Winter?

Laut ÖAMTC rund um den Gefrierpunkt im Durchschnitt 15 bis 20 Prozent. Auf Kurzstrecken mit viel Aufheizen kann es mehr sein, auf langen Fahrten weniger.

Schadet die Kälte dem Akku?

Der Akku nimmt bei Kälte langsamer Strom auf und gibt weniger Reichweite her. Das Auto schützt ihn selbst, indem es die Ladeleistung drosselt und ihn bei Bedarf wärmt.

Was bringt Vorheizen an der Wallbox?

Die Energie zum Aufheizen kommt dann aus dem Netz und nicht aus dem Akku. Sie fahren mit warmem Innenraum und voller Reichweite los.

Hat der IONIQ 3 eine Wärmepumpe?

Laut Preisliste ab der Linie Trend serienmäßig, zusammen mit der Batterieheizung. In der Linie Select gibt es sie als Option.

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Wir sind ein Familienbetrieb in Bruck an der Leitha, Hyundai-Partner und Chery-Händler mit eigener Werkstätte. Rufen Sie an, vereinbaren Sie eine Probefahrt oder einen Werkstatt-Termin.